Der Tod des Kardinals

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Der Kardinal in meinem Roman, Johannes (Hans) Schwemmer, der einem Mordkomplott zum Opfer fällt, ist nicht eine Figur meiner Phantasie, sondern lebte von 1945 bis 2001, und starb als Nuntius Johannes Paul II. in Papua Neuguinea und den Salomonen in Cairns Australien an einem Herzinfarkt.

Ich lernte Hans Schwemmer, wie er offiziell hieß 1993 im Vatikan kennen, als ich als Leiter der Hauptabteilung Klangkörper des Mitteldeutschen Rundfunks über ein Konzert der Klangkörper des MDR (Chor und Symphonieorchester) zu Ehren Johannes Paul II. verhandelte, denn der Intendant des MDR, Professor Dr. Udo Reiter, hatte ein Einladung erhalten aus Anlass des 15. Jahrestag des polnischen Papstes zum Pontifex Maximus das Festkonzert zu gestalten, inklusive TV-Übertragung aus der Sala Nervi, der Audienzhalle der Päpste, und der die Einladung ausgesprochen war Monsignore Hans Schwemmer, der Leiter der Abteilung für die deutschsprachigen Länder im Staatssekretariat des Status Pontifcius.

Der Bayer aus Pressath in der Oberpfalz und ich wurden Freunde, und als er am 21. September 1997 im Dom zu Regensburg zum Erzbischof durch Angelo Sodano, den Kardinalstaatssekretär des polnischen Papstes, geweiht wurde, befand ich mich unter den Ehrengästen.

Und wir trafen uns immer wieder in Rom, auch unterstützte er mich aus Anlass des zweiten Konzertes des MDR für den Papst im Jahre 1998 aus Anlass des 20. Jahrestages des Pontifikates, und klagte immer wieder, dass man ihn, den liberalen Kirchenmann, unter den Äquator verbannt habe, wissend, dass er herzkrank wäre, auch ließ gestand er mir, dass man ihn in voller Absicht und grenzenloser Hinterlist unter den Äquator als Nuntius des Papstes entsendet habe.

Vieles ist diesem Roman über das päpstliche Rom beruht auf Wahrheit, und vieles ist Fiktion. Bei der Fiktion handelt es sich um eine bedeutende Kulturtechnik, die seit Jahrhunderten angewendet wird. Und auch ich war so frei, und habe meinem Freund Hans ein literarisches Denkmal gesetzt. Hans Schwemmer und Joseph Kardinal Ratzinger, der zum Papst aufstieg, waren keine Freunde. Und wie schrieb Johann Wolfgang von Goethe: Es ist die ganze Kirchengeschichte ein Mischmasch von Irrtum und Gewalt.

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